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Helge Döhring:
Damit in Bayern Frühling werde!
Die syndikalistische Arbeiterbewegung in
Südbayern von 1914 bis 1933.
Verlag Edition AV, Lich/Hessen
2007, 284 S., ISBN 978-3936049-84-8, 17 Euro
Bereits vor dem Ersten Weltkrieg war die aus der Sozialdemokratie
hervorgegangene revolutionäre syndikalistische Arbeiterbewegung in einigen
Betreiben Münchens fest verankert. Wie sie die Kriegszeit überstand, was sie
mit der Revolution und der Räterepublik zu tun hatte und wie sie sich in der
Weimarer Zeit in Südbayern ausbreitete, ist Gegenstand dieses Buches.
Wer waren diese syndikalistischen Arbeiter und was bewirkten sie? Anhand
vielerlei Quellenmaterials führen die Spuren von München ausgehend in die
alte Reichsstadt Augsburg, nach Dachau, Tagmersheim, Pappenheim, Rögling,
Erding, Moosburg bis an den Chiemsee nach Trostberg. Ihre gewerkschaftlichen
Aktivitäten werden hier genauso beleuchtet, wie das Engagement der
Anarcho-Syndikalisten im Kulturbereich. Sie hatten vornehmlich Einfluss auf
dem Gebiet der Sexualaufklärung, in der Freidenkerbewegung und in der
Arbeitersängerbewegung. Dazu kamen Frauen- und Jugendorganisationen. Ihr
größtes öffentlich-kulturelles Werk vollbrachten die Syndikalisten zu Ehren
Gustav Landauers, welchem sie im Münchner Waldfriedhof ein Denkmal
errichteten.
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